Natürlicher Lebensraum

Gespeichert von Dany am Di, 12/05/2017 - 10:40

Landeinsiedlerkrebse (abgekürzt LEK) haben sich vollständig an das Leben an Land angepasst, lediglich ihr Larvenstadium verbringen sie noch im Meer. Sie leben in subtropischen und tropischen Regionen der Erde und kommen auf jedem Kontinent vor, der dieses Klima aufweist. Landeinsiedlerkrebse findet man am Meer, direkt auf dem Strand und in Strandnähe, in Mangrovengebieten und einige Arten sogar kilometerweit im Landesinneren.

Landeinsiedlerkrebse benötigen Süßwasser für ihren Wasserbedarf und gleichen mit Meerwasser ihren Mineralhaushalt aus.

Als Ei werden sie vom Muttertier ins Meer entlassen und schlüpfen in der Regel sofort. Dort entwickeln sich die Larven durch mehrere Stadien hindurch zu kleinen Krebsen.

Erst dann suchen sie sich ein Schneckenhaus und gehen an Land. Von diesem Zeitpunkt an sind sie reine Landlebewesen.

Landeinsiedlerkrebse sind nachtaktiv und verstecken sich tagsüber in Höhlen, auf Bäumen oder graben sich in den Boden ein.

In der Natur werden Landeinsiedler häufig in Kolonien angetroffen, was bei ihrer Pflege berücksichtigt werden sollte.

Das Schneckenhaus, welches sie immer mit sich herum tragen, dient in erster Linie dem Schutz des nicht gepanzerten Hinterleibs. Die Krebse können sich darin zurückziehen und verschließen dann mit ihrer großen Schere den Eingang.

Das Schneckenhaus wird nicht von den Krebsen erzeugt. Sie suchen sich leere Schneckenhäuser aus ihrem Umfeld, weshalb viele Landeinsiedlerkrebse Häuser von Meerwasserschnecken denen von Landschnecken vorziehen.

Das Exoskelett des Krebses besteht aus Chitin und muss abgelegt werden, damit der Krebs wachsen kann. Nach der Häutung ist der neue Chitinpanzer noch weich und der Krebs daher sehr verletzlich. Für diesen Prozess versteckt sich der Krebs für einige Tage, Wochen oder gar Monate. Er verspeist sein altes Exoskelett in dieser Zeit, da es noch viele wertvolle Stoffe enthält. Erst wenn das neue Skelett vollständig ausgehärtet ist und sich der Krebs ausreichend von der Anstrengung der Häutung erholt hat, verlässt er sein Versteck wieder.