Optimale Ausstattung des Terrariums

Gespeichert von Dany am Di, 12/05/2017 - 11:31

Unabhängig von der LEK-Größe und der Anzahl muss in jedes Terrarium Platz für folgende Dinge sein:

Humus-Teil, Sand-Teil, Verstecke, Klettermöglichkeiten, 2 Wasserschalen (die tief und breit genug sind, dass ein LEK auch mal ganz eintauchen kann), Futterschale(n) oder freie Flächen zur Futterablage, genügend Schneckenhäuser zum Wechseln sowie einige Pflanzen.

Die Substrathöhe sollte mindestens 10 cm betragen. Mehr wäre besser! Es muss hoch genug sein, dass sich jeder LEK ausreichend zur Häutung oder zum Verstecken eingraben kann. => Je größer die LEKs desto höher der Bodengrund.

LEKs brauchen Verstecke. Sie sitzen gerne im Blätterwald oder in geschützten Ecken und Höhlen.

Sie buddeln sich gerne unter schützendem Holz, Stein, Höhlen oder Pflanzen ein. Dort häuten sie sich auch gerne.

Damit sie sich bei den Häutungen nicht stören müssen genügend solcher Plätze vorhanden sein!

LEKs klettern gerne und viel. Daher sind Klettermöglichkeiten wichtig. So kann es bei weniger als 40 cm Höhe schon recht eng werden. Hier gilt also auch: je mehr desto besser.

Tiefe und Höhe sind also ebenso wichtig wie die Breite.

Die Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 70% - 90% betragen, denn die Tiere stammen aus subtropischen und tropischen Gebieten.

Staunässe muss dabei vermieden werden, da diese die Schimmelbildung fördert. Eine ausreichende Frischluftzufuhr sollte gegeben sein, etwa durch Lüftungsschlitze oder Lüftungsgitter.

Tagsüber sollte die Temperatur im Durchschnitt um die 26 °C bis 28 °C liegen, kurzfristige Höchstwerte von 30-35°C sind akzeptabel, eine Temperatur dauerhaft über 30°C ist allerdings zu vermeiden. Nachts kann die Temperatur dann bis auf ca. 21 °C absinken. Dauerhaft unter 21°C sollten die Werte allerdings nicht fallen.

Als Pflanzen eignet sich fast alles, was das Klima, die Temperatur / Luftfeuchtigkeit aushält und ungiftig ist.

Bitte beachten: die meisten Pflanzen aus dem (Fach-)Handel sind gedüngt und können auch mit anderen Mitteln behandelt sein. (Blattglanz, Schädlingsbekämpfungsmittel u.a.). Daher sollte man Pflanzen immer gründlich (mehrfach) abbrausen und das Bodensubstrat entfernen, in dem Dünger oder Schädlingsbekämpfungsmittel stecken könnten.

Leider sorgen die LEKs manchmal dafür, dass man nicht lange Spaß an den Pflanzen hat. LEKs erklettern Pflanzen und gehen nicht besonders zaghaft mit ihnen um. Auch fressen sie viele Pflanzen an. So das man oft vor einem verwüsteten Terrarium steht.

Die hohe Temperatur und die hohe Luftfeuchtigkeit im Terrarium tun ihr Übriges dazu. Oftmals fehlt den Pflanzen auch das passende Licht um gut gedeihen zu können.

Leider veranlasst dies oft zum Kauf von künstlichen Pflanzen, doch echte Pflanzen sorgen viel besser für ein stabiles Mikroklima im Terrarium.

Um ein kahles Terrarium zu vermeiden, sollte man immer Ersatzpflanzen parat haben. Bis zum Austausch können die Ersatzpflanzen dann durchwässert werden.

Geeignet nach Erfahrungen im Forum sind u.a.:

Orchideen, Bromeliengewächse (Bromelien, Tillandsien, Fresien...), Moos, Katzengras, Golliwoog, Areca-Palme, Bergpalme, Keniapalme, Grünlilie, Ficus Ginseng, Drachenbaum, Farne, Vogelmiere.

Eiche- und Buchenlaub bildet eine natürliche Schicht auf dem Boden. Solche Blätter dienen neben Versteckmöglichkeiten auch als Futter. Dazu enthält Laub auch verschiedene Stoffe, die antibakteriell und pilzhemmend wirken. Am besten ist es nur braunes, trockenes Herbstlaub von ungespritzten Laubbäumen zu verwenden.

Terrarienbild